Sabine Prilop

 "Eine kleine Spanne Zeit 
ward uns zugemessen"

Ludwig Heinrich Christoph Hölty

Geboren am 21. Dezember 1748 in Mariensee bei Hannover, gestorben am 1. September 1776 in Hannover

In der Göttinger Johannisstraße 28 findet man ein Antiquariat mit dem Namen „Hölty-Stube“. Wie oft ich dort in den Kästen und Regalen stöberte, kann ich nicht mehr sagen. Anlass genug, mich endlich einmal näher mit dem Mann zu beschäftigen, dessen Namen das Antiquariat trägt. Es wurde benannt nach dem Dichter Ludwig Heinrich Christoph Hölty. Aber was lässt sich über ein Leben berichten, das nach noch nicht einmal 28 Jahren erlöschen 

musste? Die Kindheit des Jungen war bis zu seinem neunten Lebensjahr recht glücklich. Zeitgenossen beschreiben ihn als niedlichen kleinen Kerl, der wegen seiner freundlichen Art und seiner Hilfsbereitschaft allgemein beliebt war.
Ludwig wurde am 21. Dezember 1748 in Mariensee geboren, einem nahe Hannover gelegenen Dorf in den Leineauen. Er war der erste Sohn des Stiftspfarrers Philipp Ernst Hölty und dessen zweiter Ehefrau Elisabeth.
Schon früh begann der Vater, den Sohn zu unterrichten. Das Pensum war gewaltig: nicht nur deutsche Rhetorik und Grammatik, einfache Mathematik, Geographie und Geschichte – auch Fremdsprachen standen auf dem Lehrplan des ehrgeizigen Vaters!
Ein Glück für den Jungen, dass das Familienoberhaupt als Pastor viel unterwegs sein und sich außerdem um die Landwirtschaft auf dem Pfarrhof kümmern musste. Sonst wären die Lehrstunden wohl noch häufiger und die Zeit zum Spielen noch seltener gewesen.

Neben sicherlich vielen schönen Augenblicken, die Ludwig Hölty erlebte, senkten sich schwere Sorgen und Kummer über das Pfarrhaus. Die Kindersterblichkeit war hoch, und auch der Familie Hölty starben drei der insgesamt sechs Kinder, denen Elisabeth Hölty das Leben geschenkt hatte. Auf dem Friedhof, der direkt vor der Tür lag, musste Ludwig täglich an den kleinen Gräbern seiner Geschwister vorüber gehen.

Seit 1756 herrschte Krieg zwischen Preußen und Österreich. Großbritannien war auf preußischer Seite, und da das Königreich mit Hannover verbunden war, mussten hannoversche Truppen gemeinsam mit den preußischen Soldaten kämpfen. Anfang 1757 fiel eine französische Armee in das Kurfürstentum Hannover ein, um Österreich im Kampf gegen die Truppen Friedrichs des Großen zu unterstützen. Nach einer vernichtenden Schlacht besetzten die Franzosen hannoversches Land. Auch in Mariensee wimmelte es von Soldaten: zu Fuß oder auf den Rücken ihrer Pferde zogen sie durchs Dorf. Für die Kinder ein unterhaltsames Schauspiel, für die Bevölkerung bitter, weil sie Korn und Lebensmittel an die Besatzer abgeben mussten.

Im Jahr 1757 starb Elisabeth Hölty an der Schwindsucht. Eine Woche vor ihrem Tod hatte Ludwig zu kränkeln begonnen, jetzt bekam er Kopf- und Gliederschmerzen. Fieber kündigte eine schwere Krankheit an. Als es nachließ, überzog sich der Körper des Jungen plötzlich mit roten Flecken und Knoten. Erst als das Gesicht anschwoll, wurde die bösartige und gefährliche Erkrankung erkannt: Ludwig hatte die Blattern, die in dieser Zeit oft den Tod bedeuteten.

Alle befürchteten das Schlimmste, doch das Kind überlebte. Allerdings hatte die Sehkraft gelitten: Ludwig konnte erst nach zwei Jahren wieder gut sehen, und sein Gesicht blieb zeitlebens von unzähligen Pockennarben entstellt. Die Krankheit veränderte Ludwig Hölty, zunehmend mied er die Freunde und zog sich zurück. Als er endlich wieder richtig sehen konnte, verdoppelte er seinen Fleiß und lernte um so eifriger. Zu den Mahlzeiten musste er gerufen werden, und nachts las er heimlich bis drei Uhr in der Frühe. Außerhalb der väterlichen Unterrichtsstunden verschwand er gern im Wald. Dort legte er sich ins Gras oder lehnte sich an einen Baum und las sich selbst mit lauter Stimme aus den Büchern vor.
An manchen Tagen beschäftigte er sich mit einer Thematik, die uns schauerlich vorkommt, wenn sie uns in seinen Gedichten begegnet: er besaß ein sonderbares Interesse für die Toten und den Tod. Ohne Furcht schlich er auf den Friedhöfen herum, verkleidete sich als Gespenst oder wankte abends zwischen den Gräbern. Nicht, dass er jemanden damit erschrecken wollte: er tat alles zu seinem eigenen Vergnügen.

Was mag in dem verschlossenen Jungen vorgegangen sein?
Ich sehe ihn, wie er über ein Buch gebeugt dasitzt, selbstvergessen, wie Johann Martin Miller später über ihn schreiben wird: „Wenn er sich einmal zu Lesen hingesetzt hatte, so vergaß er alles, Welt Gesellschaft, Essen und Schlaf.“ Das konnte so ganze Tage und halbe Nächte lang gehen.
Er „zog Nahrung aus Büchern, wie eine Blume aus eben dem Boden, der rings umher noch Gras hervor bringt, ihre schimmernden Farben und ihren Balsam zieht.“ So ein anderer Freund, Johann Heinrich Voss, Hainbund-Dichter wie Hölty selbst.
Aber soweit ist es noch nicht.

Als er sechzehn war, schickte der Vater ihn auf die öffentliche Schule in Celle. Die dortige Lateinschule hatte im Land einen hervorragenden Ruf. Rasch galt Hölty als begabter, fleißiger Schüler. Mit Unterricht in Latein, Griechisch und Hebräisch hatte ihn der Vater auf den Besuch dieses Gymnasiums vorbereitet. Drei Jahre blieb er, nur unterbrochen von gelegentlichen Besuchen im Elternhaus.
Bereits ein Jahr nach dem Tod der Mutter hatte der Vater wieder geheiratet: acht Kinder wurden in dieser Ehe geboren. Vier Söhne und drei Töchter blieben am Leben.

Bei einem seiner Besuche in Mariensee, es war das letzte Jahr seiner Schulzeit, lernte er Anna Juliane Hagemann kennen. (Wie vertraut uns die Vornamen heute vorkommen! Es ist modern, den Töchter wieder die althergebrachten Namen zu geben.)
„Als ich sei kennenlernte, war sie bei ihrer Schwester, die in meinem Geburtsort verheiratet war [...] Es war ein schöner Maiabend, die Nachtigallen begannen zu schlagen und die Abenddämmerung anzubrechen. Sie ging durch einen Gang blühender Apfelbäume [...]“

Er nannte sie „Laura“, nach dem Vorbild Petrarcas, und sie wurde seine große, seine einzige Liebe. Vielleicht hat sie nie etwas davon gewußt, nicht einmal geahnt? Hölty gestand später: „Ich habe ihr niemals meine Liebe merken lassen, noch merken lassen können.“
Laura blieb sein unerreichtes Ideal. Noch, als sie längst mit einem anderen verheiratet war, beschrieb er seine Erinnerungen an sie in seinen Gedichten.

Ostern 1769 ging Hölty nach Göttingen, um Theologie zu studieren. Pfarrer wollte er werden und so den Wunsch des Vaters erfüllen, der ihm die Finanzierung der üblichen drei Studienjahre zugesagt hatte. Mit dem gewohnten Eifer stürzte sich der junge Mann auf seine Studien. Daneben las er begierig, und es entstanden seine ersten Gedichte.
Er, der Schüchterne, Verschlossene, lernte erst im dritten Studienjahr Freunde kennen. Bis dahin hatte er sich von allen studentischen oder sonstigen Aktivitäten ferngehalten. Aber nun fand er Zugang zu einem Kreis junger Dichter, die meisten von ihnen Göttinger Studenten wie er. Mit einigen dieser Dichterfreunde gründete er am 12. September 1772 den Göttinger Hainbund, jenen nachmals so berühmten Dichterkreis.
Johann Heinrich Voß schildert das Ereignis so:

„Die beiden Millers, Hahn, Hölty, Wehrs und ich giengen noch des Abends nach einem nahgelegnen Dorfe. Der Abend war außerordentlich heiter, und der Mond voll. Wir überließen uns ganz den Empfindungen der schönen Natur. Wir aßen in einer Bauerhütte eine Milch, und begaben uns darauf ins freye Feld. Hier fanden wir einen kleinen Eichengrund, und sogleich fiel uns allen ein, den Bund der Freundschaft unter diesen heiligen Bäumen zu schwören. Wir umkränzten die Hüte mit Eichenlaub, legten sie unter den Baum, und fassten uns alle bey den Händen, und tanzten so um den eingeschlossenen Stamm herum; riefen den Mond und die Sterne zu Zeugen unsers Bundes an, und versprachen uns eine ewige Freundschaft. Dann verbündeten wir uns, die größte Aufrichtigkeit in unsern Urtheilen gegen einander zu beobachten, und zu diesem Entzwecke die schon gewöhnliche Versammlung noch genauer und feyerlicher zu halten. Ich ward durchs Loos zum Aeltesten erwählt. Jeder soll Gedichte auf diesen Abend machen, und ihn jährl. Begehn."

Der berühmte Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock, den die Bundesbrüder glühend verehrten, wurde durch seine Ode „Der Hügel und der Hain“ zum Namensgeber des Dichterkreises.

Die jungen Poeten trafen sich regelmäßig, in Gaststätten, ihren Wohnungen oder unter freiem Himmel. Sie trugen abwechselnd Gedichte vor, die sie zuvor erarbeitet hatten. Mit Enthusiasmus und Ernst schulten sie sich gegenseitig und steigerten fortwährend die Qualität ihrer Arbeiten. Die besten Texte wurden in einem Bundesbuch zusammengefasst und dem verehrten Klopstock überbracht.

Für Hölty war es eine glückliche Zeit. Schon 1770 durch die Veröffentlichung seiner ersten Gedichte in einem Göttinger Wochenblatt bekannt geworden, erwiesen sich die ersten Jahre des Hainbundes für ihn bald als die Zeit seiner höchsten Produktivität. Es entstanden die Liebesgedichte für „Laura“, Balladen, Elegien, Hymnen, auch die „Mailieder“:

Maylied


Die Schwalbe fliegt, der Kuckuck ruft
In warmer, blauer Mayenluft;
Die gelb und weißen Blumen wehn,
Wie Gold und Silber, auf den Höhn;
Es schwimmet Thal, und Busch, und Hain,
Im Meer von goldnem Sonnenschein.


Beobachten wir den Dichter, wie er durch Göttingens Straßen zieht. Sein Pfad führt ihn von der Nikolaistraße 17, wo er bei dem Schuhmacher Muhlert eine Stube bewohnt, einige Gassen weiter bis zur Barfüßerstraße. Das Ziel ist die Unterkunft von Johann Heinrich Voss. Hier treffen sich heute die Hainbündler. Von starkem Körperbau, vornübergebeugt und ungelenkig, geht er mit langsamen Schritten seinen Weg. Das Gesicht ist blass, die blauen Augen scheinen die Häuser, die Menschen, das Leben ringsum nicht richtig wahr zu nehmen. Nur manchmal schimmert in ihnen ein Lächeln, ohne jeden sichtbaren Anlass: es ist wohl irgend ein tiefer Gedanke, der ihn erfreut.
Wer ihn vorübergehen sieht, ohne ihn zu kennen, vermutet in dieser Gestalt wohl kaum den sensiblen Dichter und hochgebildeten Menschen.

Und die Frauen? Die Liebe? Hölty ist dreiundzwanzig. Gehört das nicht zum Leben dazu?

Die künftige Geliebte


Brächte der nächste Frühling meinem Arm dich,
Tönten Vögel aus Blüthen mir das Brautlied;
Dann, Geliebte, hätt’ ich den Himmel schon auf Erden gefunden!

Götter! Sie wird die Welt zum Eden zaubern,
Wird die Fluren in Gärten Gottes wandeln,
Wird, auf meinem Schooße gewiegt, den Frühlingsabend beflügeln!
[...]


Sehnsucht nach Liebe

Süße Kehle des Hains, welche mir sonst, im May,
Ganz den Himmel ins Herz flötete, Nachtigall,
            Warum flötet dein Lied mir
            Keine Wonne mehr in die Brust?

Liebe lächelt dir nicht! seufzet die Nachtigall,
Die den Blumen des Mays hellere Röthe giebt,
            Und den Kehlen des Waldes
            Einen helleren Wonneklang.

[...]

Diese Gedichte erzählen es deutlich genug: Nein, er hat es nicht leicht gehabt beim anderen Geschlecht. Im Umgang mit seinen Freunden war ihm mehr Glück beschieden – in ihrem Kreis blühte er auf, war gesprächig und oft sogar zu Scherzen aufgelegt. Seine Gesellschaft wurde gern gesehen und gesucht. Seine Hilfsbereitschaft war einzigartig, niemals lehnte er eine Bitte ab. Miller, Hahn und Voss unterrichtete er in Englisch, Griechisch und Italienisch. Nicht ein Zusammentreffen der Bundesbrüder, an dem er nicht teilnahm!

Unbedingt wollte er in Göttingen bleiben. Sein Vater bewilligte ihm ein weiteres halbes Jahr, Hölty selbst gelang es, ein Stipendium zu erhalten. Später kamen Einnahmen aus Übersetzungen und Unterrichtsstunden hinzu. Doch alle Bemühungen, seinen Lebensunterhalt auf Dauer zu bestreiten, scheiterten: „Ich gab täglich fünf Stunden. Aber nicht einmal von der Hälfte bin ich bezahlt; die anderen sind weggereist, oder machen keine Miene zu bezahlen. Ich bin in Schulden geraten und muss wieder zu meinem Vater meine Zuflucht nehmen“, schreibt er im April 1774.

Um die gefürchtete Abreise aus Göttingen hinauszuzögern, schlug Hölty sich mühsam mit weiteren Übersetzungen durchs Leben. Abwechslung gab es wenig in diesen trüben Tagen: eine Reise mit Miller nach Leipzig; gemeinsam mit Voss der Besuch in Münden bei dem Konrektor von Einem.
Charlotte von Einem, erst achtzehn Jahre alt – die Freunde nennen sie „das kleine Entzücken“ – schreibt über die Tage des Besuchs, an denen es mit Karten- und Reimspielen, Klaviervorträgen, Spaziergängen und sogar einem Ballbesuch vergnügt zuging:
„[Voss] war das Gegenteil von dem sanften, guten, ruhigen Hölty, der glücklich war, wenn er dicht neben mir gehen oder sitzen oder meinen Arm oder meine Hand streicheln konnte; alles in kindlich-treuer Unschuld und Geschwisterliebe.“
Vierzehn Briefe schrieb Hölty an Charlotte, und sie antwortete ihm ebenso eifrig. Die Freundschaft mit dem Mädchen beflügelte den Dichter und heiterte ihn auf. Gedichte fielen ihm ein, die die oft trockene Arbeit an den Übersetzungen angenehm unterbrachen.
„Der Beifall, den Sie meinen Gedichten schenken, wird mich aufmuntern, mehr zu machen, als ich sonst getan haben würde, um jeden Brief, den ich nach Münden schreibe, mit einem oder ein paar Gedichten begleiten zu können. Ihr Habedank ist ein gar lieblicher Ton in meinen Ohren.“
Als am 6. Februar 1775 sein Vater plötzlich starb, teilte er auch das Charlotte mit: „Sie können leicht denken, wie betrübt ich bin. Die Nachricht kam so unerwartet; ich wusste nicht einmal, dass mein Vater krank war [...]“
Noch eine weitere schlimme Nachricht verheimlichte Hölty Charlotte nicht: „Ich befinde mich gar nicht wohl; fühle Schmerzen in der Brust und muss alle Morgen Blut und Eiter auswerfen.“ Er war an Schwindsucht erkrankt. Charlotte und ihr Vater besuchten ihn einmal in Göttingen und sahen mit eigenen Augen, wie schlecht es schon um ihn stand.

Den letzten, vierzehnten Brief schrieb Hölty Charlotte noch aus Göttingen, dann reiste er zurück in seinen Geburtsort, nach Mariensee, in die Nähe von Hannover. In der Leinestadt ließ er sich von dem berühmten Doktor Zimmermann untersuchen, dem königlichen Leibarzt. Der verordnete ihm eine langwierige Kur, und die ersehnte Reise nach Hamburg musste wieder und wieder verschoben werden.
„Wenn ich jetzt meine Gesundheit durch eine anhaltende Kur, durch Landluft und Bewegungen nicht befestige, so fällt sie ganz über den Haufen“, schreibt er an Voss.

Erst im Juli konnte er die Hamburgreise antreten. Mit Klopstock, Voss und Claudius verlebte er noch einmal eine glückliche Zeit.

Im November 1775 zog Hölty nach Hannover. Gemeinsam mit Zimmermann, der ein Verehrer seiner Kunst und ihm fast schon ein Freund war, versuchte er, die Schwindsucht zu heilen. Arm war er nach wie vor und daher froh, dass Zimmermann nicht auf die Bezahlung seiner Rechnungen drängte. Mühsam ernährte sich der Dichter von dem Geld für seine Übersetzungen, lebte manchmal nur von Wasser und Brot.
Hannover brachte ihm kein Glück. Er fühlte sich einsam und ausgegrenzt, fand keinen Zugang zu der herrschenden Gesellschaftsklasse und bewertete die Vorrechte der Adeligen und Beamten als Unrecht. Reichlich gewagt für die damalige Zeit heißt es in „Üb immer treu und Redlichkeit“, seinem wohl berühmtesten Gedicht: „Der Amtmann, der im Weine floss / Die Bauern schlug halb krumm.“

Im August klagte Hölty über Schlaflosigkeit, Fieber und Schmerzen in der Brust. Das waren böse Omen. Unerwartet schnell kam das Ende. Am 1. September 1775 schrieb Heinrich Christian Boie an Gottfried August Bürger: „[...] Um Mittag starb Hölty in meinen Armen. Gottlob keinen schweren Tod.“

Ludwig Heinrich Christoph Hölty liegt auf dem Nikolaifriedhof in Hannover begraben. Er gilt heute als der Begabteste unter den Hainbunddichtern, und seine Gedichte werden denen des frühen Goethe gleichgestellt. Wer sie liest, ahnt, wie weit es dieser Dichter noch hätte bringen können.



Werke:
Herausgeberische Tätigkeit:
Anthologie der Deutschen (1772); Poetische Blumenlese (Göttinger Musenalmanach) Göttingen, bey J. C. Dieterich; Leipziger Musenalmanach für das Jahr 1776, Leipzig, im Schwickertschen Verlage; Musenalmanach für das Jahr 1776 von den Verfassern des bisherigen Götting. Musenalman. Poetische Blumenlese für das Jahr 1776; Musen Almanach für 1777 (bis 1781). Bohn, Hamburg 1777 (bis 1781).

Übersetzungen und Bearbeitungen aus dem Griechischen, Italienischen und Englischen, gedruckt u. a. in „Göttingische Allgemeine Unterhaltungen“, 1770, 1771

Gedichte von Ludewig [!] H. Chr. H. Besorgt durch seine Freunde F. L. Grafen zu Stolberg und J. H. Voß. Bohn, Hamburg 1783.
Sämtliche Werke [und Briefe]. Kritisch und chronologisch hrsg. von W. Michael. Band 1 – 2. Gesellschaft der Bibliophilen, Weimar 1914 und 1918.
Ludwig Heinrich Christoph Hölty: Gesammelte Werke und Briefe. Kritische Studienausgabe. Herausgegeben von Walter Hettche. Wallstein Verlag, Göttingen 1998


Über Ludwig Christoph Heinrich Hölty:
Ernst Müller: Ludwig Heinrich Christoph Hölty, Leben und Werk. Schlütersche Verlagsanstalt und Druckerei, Hannover 1986


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